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2.2.6. Erfolgskontrolle: Die Indikatoren

Zu einem erfolgreichen Management gehört insbesondere die Überprüfung der Entwicklung anhand definierter Kriterien und Messgrößen. Die Nachhaltigkeitsstrategie enthält daher zu 21 Themen insgesamt 38 Indikatoren. Die Zahl der Schlüsselindikatoren wurde bewusst klein gehalten. Mit wenigen Kennziffern soll rasch ein Überblick über wichtige Entwicklungen ermöglicht werden. Für ein umfassendes Bild ist es wichtig, die Indikatoren nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem zu betrachten.

Die Indikatoren sind mit konkreten und – wo sinnvoll und möglich – mit quantifizierten Zielen verknüpft. Damit werden sie für das politische Handeln relevant. Eine Verständigung der staatlichen und gesellschaftlichen Akteure über den einzuschlagenden Weg wie auch die notwendigen Maßnahmen sind möglich. Bei der Nachhaltigkeitsstrategie geht es darum, Zielkonflikte auszubalancieren und so weit wie möglich miteinander in Einklang zu bringen. So ist zum Beispiel Wirtschaftswachstum mit Klimaschutzzielen vereinbar, wenn es mit Effizienzsteigerungen oder strukturellen Veränderungen einhergeht.

Auch 2012 hat die Bundesregierung einige Indikatoren und damit verknüpfte Ziele überarbeitet. Entscheidende Kriterien waren dabei Kontinuität und Transparenz. In diesem Rahmen wurden einzelne neue Ziele aufgenommen, unter anderem Langfristziele mit der Perspektive bis zum Jahr 2050 im Energie-/Klimabereich. Einzelne Indikatoren wurden geändert, unter anderem um ihre Aussagekraft zu erhöhen oder um sie mit auf EU-Ebene vereinbarten Zielen in Einklang zu bringen. Um den Bereich der fiskalischen Nachhaltigkeit stärker abzubilden, wurden zwei neue Teilindikatoren eingeführt.

Die fachlich unabhängige Analyse der Indikatorenentwicklung durch das Statistische Bundesamt zeigt im April 2013 ein differenziertes Bild. Im aktuellen Indikatorenbericht „Nachhaltige Entwicklung in Deutschland“ (Ausgabe 2014) zeigen 38 Indikatoren den aktuellen Stand der nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Indikatorenbericht ermittelt, inwieweit die politischen Ziele erfüllt werden. Mehr als die Hälfte der Indikatoren haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt.

Die Erwerbstätigenquote ist in die Gruppe der erfolgreichsten Indikatoren aufgestiegen. Bei Fortsetzung der derzeitigen Entwicklung kann das für 2020 gesetzte Ziel erreicht werden. In der gleichen Gruppe finden sich nun auch zwei Indikatoren zur Staatsverschuldung (Staatsdefizit und strukturelles Defizit), bei denen die gesetzten Grenzwerte eingehalten wurden. In die zweitbeste Gruppe wurde aufgrund seiner verbesserten Entwicklung unter anderem der Indikator zur Ganztagsbetreuung der 0- bis 2-jährigen Kinder aufgenommen.

Der Indikator zur Rohstoffproduktivität ist dagegen in die dritte Gruppe abgestiegen, während zum Beispiel der Indikator zur Gütertransportintensität in diese Gruppe aufstieg. In die schlechteste Gruppe sind der Indikator zur wirtschaftlichen Zukunftsvorsorge – gemessen an den Bruttoanlageninvestitionen im Verhältnis zum BIP – und der Indikator zum Anteil des Schienenverkehrs an der Güterbeförderungsleistung abgerutscht. Unverändert zu den Schlusslichtern gehören unter anderem die Indikatoren zum Schuldenstand, zur Artenvielfalt und Landschaftsqualität sowie zum Anteil der Binnenschifffahrt an der Gütertransportleistung.

Mit den Schlüsselindikatoren für eine nachhaltige Entwicklung will die deutsche Bundesregierung in zweijährigen Abständen aufzeigen: Wo stehen wir auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung? Welche Fortschritte wurden erreicht? Wo gibt es weiteren Handlungsbedarf?

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