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2.2.5 Prioritäre Handlungsfelder
Nachhaltige Entwicklung kann nicht von oben verordnet werden. Wohl aber kann der Staat die Umsteuerung unterstützen. Dafür legte die Bundesregierung schon 2002 Handlungsfelder fest. Diese wurden mit jedem Fortschrittsbericht überprüft und ergänzt. Zuletzt im Fortschrittsbericht 2012.
Fortschrittsbericht 2012
Der Fortschrittsbericht 2012 setzte im Jahr der Nachhaltigkeitskonferenz der Vereinten Nationen in Rio seine Schwerpunkte bei Themen mit globalem Bezug: nachhaltiges Wirtschaften, Klima und Energie, Wasserpolitik.
• Klima und Energie sind zentrale Themen für eine nachhaltige Entwicklung. Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sind eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Eine Erwärmung um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit hätte in ihren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gravierende Folgen. Deshalb müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 gegenüber 1990 um mindestens 50 Prozent gesenkt werden.
• Im Rahmen der Beschlüsse zur Energiepolitik der Zukunft hat die deutsche Bundesregierung ihr Ziel bekräftigt, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken. Bis zum Jahr 2050 sieht das Energiekonzept eine Senkung um 80 bis 95 Prozent vor.
• International wird die Bundesregierung weiter für ein weltweit geltendes, verbindliches Klimaschutzabkommen eintreten. Dies sieht auf Basis einer fairen Lastenteilung nachprüfbare Verpflichtungen für alle großen Emittenten vor. Außerdem soll dieses Abkommen Produktionsverlagerungen in Länder ohne Klimaschutz verhindern. Die Bundesregierung hat dabei auch die wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und entwicklungspolitischen Auswirkungen des Klimawandels im Blick.
• Nachhaltige Wasserpolitik ist von besonderer Bedeutung für sauberes Wasser als eine essentielle Lebensgrundlage und eine unserer wichtigsten Ressourcen. In Deutschland hat die Wasserwirtschaft einen hohen bis sehr hohen Standard erreicht. Die hohen Investitionen unter anderem in die Abwasserinfrastruktur und Gewässerrenaturierungen haben deutliche Verbesserungen der Wasserqualität in Deutschland gebracht. Gleichwohl bleibt der Gewässerschutz eine Daueraufgabe.
• Ein am Nachhaltigkeitsgedanken ausgerichteter Umgang mit Wasser sollt die Wasserressourcen für die kommenden Generationen sichern und das ökologische Gleichgewicht der Gewässer bewahren oder es wieder herstellen. Nachhaltige Wasserpolitik ist eine Querschnittsaufgabe; Wasserpolitische Aspekte müssen daher verstärkt in anderen Politikfeldern mitgedacht werden.
